Alle Jahre wieder ...

Jetzt schon zum dritten Mal sitze ich hier und lasse das vergangene Motorrad- und Blogjahr revue passieren. Ich hoffe, ihr hattet auch wieder ein tolles Motorradjahr - vor allem unfallfrei und gesund!

Januar

Das Jahr eröffnet hat Steffi mit ihrer Virusinfizierung: Birota Vehi - noch einmal hier zu lesen: Unheilbar infiziert

 

Februar

Den Februar habe damit zugebracht, Strasssteine auf Leder oder sonst wohin zu kleben.

März

Die Saison für mich Bruchstrichfahrerin beginnt. Ganz besonders war für mich der erste Saisonanfang mit Chilaili. Am 04. März war ich bei 12° C die ersten Kilometer unterwegs, da war ich nicht die einzige. Leider war dieses erste schöne Märzwochenende in unserer Gegend auch für zwei Motorradfahrer das letzte. 

Meine Miss März 2017 war Karin, die ich im Dezember 2016 beim Limbächer & Limbächer Schrauberkurs für Frauen kennen gelernt hatte. Wir wollten eigentlich mal eine Runde zusammen drehen, aber wie das Leben so spielt - man ist oft so eingespannt, dass ein gemeinsamer Termin sich einfach nicht finden will. Ich gebe die Hoffnung nicht auf: 2018 schaffen wir das!

 

April April

April der Monat unseres Hochzeitstags, das feiern wir immer, indem wir irgenwohin fahren. Gebucht hatten wie dieses Jahr das Hotel Jossgrund im Spessart, weil wir die Hoffnung auf gutes Wetter nie aufgeben (schließlich hatten wir an unserer Hochzeit 2015 gigantische 24° C). Naja, was dann kam, war sehr ernüchternd - wir hatten zwischendurch sogar Schnee. 

Mai

Der Mai stand im Zeichen Triumphs und das Jahr 2017 besonders im Zeichen des Bobbers. 2016 hatte Triumph den Bonneville Bobber auf den Markt gebracht. Den konnte ich bereits auf der Motorradwelt Bodensee im Januar 2017 begutachten. Zu den Begeisterungsstürmen, zu denen es Viele hingerissen hat, konnte ich mich nicht ereifern. Für mich gibt es keinen "Bobber" ab Werk. Ist wie ein paniertes Schweineschnitzel: Das ist nun mal auch kein Wiener Schnitzel. Aber ich durfte den Bobber im Mai zu den Triumph Media Days ein paar Kilometer im Konvoy probefahren. Nun gut, von ein paar Kilometern auf einem fremden Bock kann man irgendwie noch keinen expliziten Eindruck gewinnen, außer, dass die Sitzposition selbst für mich eher umbequem war. Schön war, dass ich dort endlich ein paar Blogger auch persönlich kennenlernen durfte, wie den alten Griesgram, Ernie Trölf, EdiGixer, Torsten Thimm, Le Fronc

Miss Mai wurde Indian Scout Fahrerin Sabine, die ich auch zu einer Tour schon kennenlernen durfte. Hat echt viel Spaß gemacht!

 

Juni

Da ich ja so eine Putzfanatikerin bin (was das Motorrad angeht), musste ich unbedingt die neue Pflegeserie von Bike Fee testen. Hat durchgängig alle Herausforderungen gemeistert: Auf meiner Scout und auf Schatzis Trude. Von mir bekommt das ein "absolut empfehlenswert". 

Billy zeigte im Juni, wie frau eine E-Glide gekonnt durch die Schweizer Berge bugsiert. Nebenbei bloggt sie auch über Reisen mit Motorrad und Familie.

 

Juli

Da gab es die Zusammenfassung zu unserem Kurztrip in den Bregenzerwald. Ein paar Tage Berge und die Silvrettahochalpenstraße waren einfach herrlich. Obwohl es ja doch ein wenig schwierig begonnen hatte: Trude wollte nach 30 Kilometern nicht mehr weiterfahren ... Aber das hat Schatzi "McGyver" mit einem Leatherman der Trude schon ausgetrieben.

2000 Fans auf meiner Facebook Seite konnte ich dann auch noch freudig notieren :-) Danke nochmals dafür!

Und Indian Motorcycle kam auch mit der Vorankündigung eines Bobbers um die Ecke. Ernsthaft? Och Leute! Das Jahr 2017 vollkommen im Bobber-Rausch. Dabei ging ein kleiner Bobber vollkommen unter: der MotoGuzzi Bobber. Dazu wollte ich eigentlich schon die ganze Zeit etwas schreiben, habe es aber irgendwie bisher nicht unterbringen können. Wird aber nachgeholt.

Und natürlich: unser toller Urlaub in Untergriesbach im Hotel Obermüller mit rund-um-sorglos-Paket für Mensch und Maschine :-)

 

August

Jetzt schon 12.000 Kilometer auf Chilailis Uhr, das ist einen Langzeit-Fahrbericht wert. Schließlich war ich mit der Kleinen ja schon Kehren kratzen und auf längere Touren unterwegs. Da kann man sich schon mal ein Urteil erlauben. 

Außerdem standen die Vorberichte für Glemseck 101 auch schon wieder in allen einschlägigen Facebook Gruppen - und dieses Jahr sogar eine Indian Scout mit einer berühmten Fahrerin: Katja Poensgen. Zudem Mai-Lin Senf auf einer Indian Chief Vintage 111 beim Achtel-Meile Rennen. Ich muss sagen, Indians Kampfansage an Harley läuft gut in Europa - Chapeau.

Mein Entschluss zur Umgestaltung von Chilaili stand fest und ich war auf der Suche nach einem Lackierer / Lackiererin, die mein Projekt in die Tat umsetzen kann. Zum Glück habe ich da Stephi von Airwitch in meiner Nähe gefunden.

September

Da kam gleich zu Beginn natürlich Glemseck 101, zu dem wir am Sonntag - also eher am Nebenkriegsschauplatz - gefahren sind. Dieses Jahr leider mit dem Auto, da das Wetter am Morgen eher fragwürdig war. Die Besuchermassen hielten sich am Vormittag in Grenzen, so dass wir gut an alles heran kamen. Die Tribüne an der Achtel-Meile-Strecke war wieder für alle Zuschauer kostenlos, doch meines Erachtens immer noch suboptimal zur Verfolgung eines Rennens. Dieses Jahr hatte ich mich zwar auch nur noch Last-Minute akkreditiert und nur noch einen Platz auf der Fototribüne bekommen. Dort konnte man wenigstens die spektakulären Starts verfolgen - bis zum Ziel waren die Rennen auch von dort aus nicht zu verfolgen. Das war ein kleiner Wermutstropfen.

Oktober

Der letzte Monat unserer Saison 2017. Hier hatte ich schon einen Termin im November für die farbliche Umgestaltung für Chilaili bei Stephi (Airwitch).

Louis Motorradzubehör scheint immer noch der Meinung zu sein, dass motorradfahrende Frauen gerne alles in Pink hätten ... Nein - das Motto heißt nicht "Pink it and shrink it". Aber das war dieses Jahr erstaunlicherweise der einzige Aufreger dieser Art. Langsam scheinen sich Klamottenhersteller und Fachhändler auf das weibliche Klientel einzustimmen.

Vorstellung des Indian Bobbers bei der Bike Schmiede Süd - Das Wetter war zum Glück ok und wir sind mit Chilaili und Trude ins Filstal gecruist.

 

November

Chilaili wird nackt gemacht :-) ich fahre sie zu Dick Motorcycles, wo auch Susi schon gut behandelt wurde und Schatzis Trude zum Anti-Aging immer hin darf. Warum nicht zu meinem Indian Händler? Den mag ich auch sehr, doch ist er mir für solche Sachen zu weit weg. Ich bin bis nach Esslingen fast eine Stunde unterwegs. 

Dann habe ich die Ehre, einen Artikel von Michael Uhlarik übersetzen und auf meinem Blog veröffentlichen zu dürfen. Der Artikel bringt das, was ich mir immer so denke, auf den Punkt - und das treffsicher von einem Mann formuliert ;-)

Motorradfreie Zeit ist bei mir immer kostspielig - zack schnell eine Kevlar-Leggings in UK bestellt. Alles gut und ich bin begeistert. Jetzt warte ich nur auf den Saisonbeginn, um sie im Live-Betrieb zu testen.

Miss November ist Petra - die Motorradverrückte Braut auf ihrer Bonneville

Schluss - Ende - aus - fröhliche Weihnachten - guten Rutsch - alles Gute

Mir war das Jahr 2017 ein wenig zu bobberlastig ;-) Die erwähnten Motorräder sehen gut aus, keine Frage. Doch sind sie in meinen Augen nur bis zur Eisdiele und zurück tauglich. Längere Touren möchte ich mit diesem Kniewinkel nicht machen. Der fällt bei der Indian allerdings etwas angenehmer aus, als bei der Triumph Bobber (ich werde sicher nie nie nie mehr zu Triumph eingeladen :-) ) - und ich bin wahrlich kein Riese mit meinen 169 cm. Dem kleinen MotoGuzzi Bobber muss ich der Gerechtigkeit halber noch einen Bericht widmen. Das hat er sich verdient, der kleine Italiener. 

Den Influenzer-Fail des Jahres hat sich leider auch Triumph im Dezember geleistet. Aus einer jungen Instagram-RR-Fahrerin macht man eine "Journalistin", die die Bobber Black probefahren und live darüber berichten durfte. Auf ihrem Insta-Account findet sich auch tatsächlich ein Bild vom Bobber. Vielleicht kommen ja nach Weihnachten noch ein paar Bilder dazu. Auf ihrem FB-Account sind ähnlich viele (?) Bilder des Bobbers zusehen. Influenzer-Marketing geht allerdings anders. Natürlich erreicht man so die zahlungskräftigen Herren der Schöpfung. Die Glaubwürdigkeit ist dabei allerdings fragwürdig. Die Kommentare dazu auf der Triumph FB-Fanpage bestätigen das auch. Dafür kann die junge Dame ja nix, und ich gönne ihr den Trip ins warme Spanien. Hoffentlich hatte sie viel Spaß mit der Bobber :-) (Jetzt werde ich erst recht nie nie nie nie wieder von Triumph zu irgendwas eingeladen :-) )

Nur weil ich eine Indian fahre, heißt das nicht,  dass ich mich für nichts anderes mehr interessiere. So eine Markenfanatikerin bin ich nicht. Ich habe auch keine Schlüppies mit Indian Logo :-)

Zu meiner Freude darf ich ab Januar für das "Finest AutomotiveOnline-Magazin den Motorradbereich mit meinen Beiträgen bereichern. (Vielleicht werde ich dann doch noch mal zu Triumph eingeladen ;-) )

Zu meiner weiteren Freude gab es in diesem Jahr weniger sexistische / chauvinistische Motorradwerbung, die mir ins Auge gestochen sind. Das ist doch schon mal was. Da hoffe ich, dass sich das so weiter entwickelt. Lobend erwähnt sei da noch mal der Klamottenhersteller Held mit seinem "Urban" Video

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch und alles erdenklich Gute für das nächste Jahr! Danke, dass Ihr meine Berichte lest, mir auf Facebook, Instagram und Twitter folgt!

Die Linke zum Gruß und immer eine handbreit Asphalt unterm Gummi!