Vertrauen ist alles

Gestern noch den Frust von der Seele geschrieben - heute ging's endlich wieder auf Tour. Wer braucht denn eine Geschwindigkeitsanzeige, wenn frau einen vorausfahrenden Mann hat? Mein Süßer hat ein Einsehen gehabt mit der quengeligen Frau. Nicht Motorradfahren zu können, obwohl es ginge, es aber ein paar winzige Details gibt, die das verhindern, macht mich unleidig - oder undönig, wie der Sauerländer so schön sagt.

Mein Mann hat sich also erbarmt und "Blindenführ-Road-Captain" gemacht: Ich habe mich an sein Hinterrad gehängt und gehofft, dass er auch wirklich die richtige Geschwindigkeit fährt. Dazu muss ich sagen, dass die nichtvorhandene Geschwindigkeitsanzeige mir kopfmäßig einige Blockaden gelöst hat. Die gesamte Tour hat mich wieder sicherer werden und Vertrauen in Susi gewinnen lassen. Die Gabel ist endlich brav dicht geblieben.

Wenn man also so tempomäßig blind hinterher fährt, konzentriert man sich wesentlich mehr auf andere Dinge. Zumindest war das bei mir heute so. Ich habe noch mehr auf die Regungen meines Motorrads geachtet und bin mit viel Hinhören und Popometer gefahren. Da haben plötzlich Sachen funktioniert, die ich ab einem bestimmten Geschwindigkeitsbereich gar nicht mehr gemacht hätte. Mein Gedanke war oft: "Super Schatzi ... wie soll ich da nur dran bleiben?" Obwohl wir beide ja die gleiche Maschine unter dem Hintern haben, habe ich oft einige Überholmanöver ausgesessen. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Ich weiß, dass es auch anders geht. Den Beweis habe ich ja heute abgeliefert.

Das soll nicht heißen, dass ich plötzlich ohne Sinn und Verstand blind meinem Mann hinterher bin. Autos wurden auch oft synchron überholt - er eben nur ein Auto weiter vor mir.

Auf jeden Fall haben wir heute 218 km zu unserem Lieblingssee, dem Altmühlsee, mit Umweg zurück über Maria Brünnlein gemacht. Herrlichstes Wetter, wunderbare Straßen und natürlich beides Mal klasse Einkehr. Maria Brünnlein besitzt einen wunderschönen alten Biergarten unter Kastanien auf einer kleinen Anhöhe.

Trotzdem freue ich mich drauf, wenn endlich meine neue Tachowelle ankommt und an Susi montiert ist. Zumindest ist der aufgestaute Frust verflogen und niemand in meiner näheren Umgebegung muss mehr mit meiner schlechten Laune leben.

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Mo von Mo's Bike Blog

Seit 2013 bin ich leidenschaftlich auf Chopper / Cruisern unterwegs.
Jedes freie Wochendende oder Urlaub verbringe ich auf zwei Rädern.
Ab März fahre ich mit dem Mopped ins Büro 30 km ins Büro - egal, wie kalt es ist.

Über 100.000 Kilometer durfte ich bereits auf zwei Rädern verbringen.

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Suzuki Intruder VS 1400
Yamaha Virago 535
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