Motorradnavigation

Kurve voraus! Motorrad Navigation unter der Lupe

Motorradfahren ist bekanntlich so ziemlich das Emotionalste, was man angezogen machen kann. Dementsprechend emotional ist die Diskussion über Art der Planung von Routen für die besten und schönsten Touren in digitalen Zeiten.

Old School Planung

Auf das Thema der Planung von Touren mittels laminierter Faltkarten gehe ich hier bewusst nicht ein. Die meisten wissen, worum es geht, es bedarf an größerer Vorbereitung und ist immer vom Ersteller abhängig.

Tourenplanung digital

Ich möchte mich hier komplett auf die Planung von Touren und Routen mittels digitaler Instrumente widmen.

Bis Ende der Saison 2018 waren Schatzi und ich noch die erwähnten Old School Planer. Mich, als Digital-Gadget-Freak, hat das aber zunehmend genervt. So kam dann ein Kommunikationssystem von Sena, das 20S Evo im Doppelpack, in unsere Helme. Kostenpunkt zu dem Zeitpunkt: rund 500 Euro (250,- €/ Sena). Mittlerweile kostengünstiger zu bekommen.

Doch sollte dann ein Navigations"gerät" passend angeschafft werden. In welcher Form, Hersteller, Modell war noch zu recherchieren und intern zu diskutieren.

Schlussendlich stand ein Garmin Zumo 595 oder ein neues, wasserdichtes Handy für mich in der Endauswahl. Da ich mein altes HUAWEI P10 Pro sowieso ersetzen wollte, ging die Entscheidung zugunsten eines neuen HUAWEI P20 Pro aus. Kostenpunkt: rund 420,- Euro

Anforderungen

Natürlich muss so ein Gerät mit Motorrad-Navi-App gewisse Vorausetzungen erfüllen, die für mich wichtig sind:

  • Schnelle Navigation von A nach B, möglichst unter Vermeidung von Autobahnen
  • Rundtouren von jedem beliebigen Standort aus. Das beinhaltet zusätzlich:
    • Auswahl der Streckenlänge
    • Auswahl der Himmelsrichtung 
    • Wahl der Kurvigkeit
    • einfache, manuelle Bearbeitung der Strecke und Einfügen von weiteren VIA-Punkten
  • Wetterfest
  • gute, einfache Anbringung an meine Scout und die XJR
  • zuverlässiges Pairing meines SENA 20S Evo

Befestigung

Das Handy muss sicher und gut ablesbar an meinem Lenker befestigt werden. Außerdem gehört noch eine USB-Ladebuchse an die Scout und die XJR.

Anfangs bin ich mit dem Handy im Tankrucksack mit Klarsichttasche gefahren. Absolut nicht zu empfehlen. Das Ding rutscht hin und her, durch das Klarsichtfenster kann man kaum was erkennen und überhitzt im Sommer sehr schnell = es steigt nach 20 Kilometern Fahrt aus.

Dann hatte ich mir die preiswerte Lösung (Kostenpunkt 50,- €) einer Handytasche von GIVI besorgt. Fazit: ebenfalls unbrauchbar. Schlecht ablesbar, der USB-Stecker passt nicht richtig durch die Einführung, das Handy überhitzt hier auch und steigt aus.

Auf Empfehlung habe ich mir dann die SP-Connect Halterung besorgt. Für das HUAWEI P20 Pro gibt's dazu auch die passende Handyschale. Natürlich sind noch diverse andere Hlaterungen auf dem Markt verfügbar, diese wurde mir von einigen Vielfahrern empfohlen.
Außerdem bietet SP-Connect eine Halterung für den Lenker-Klemmbock an. Da ist die Scout etwas anders, als andere ;-).

Kostenpunkt: Phone Case, Bar Clamp Mount Pro, Weather Cover = 119,97 €

Die Halterung fällt am Motorrad kaum auf, weil sie schön schlank ist. Das war mir wichtig, da das Handy nicht hinter einem Windscreen verschwindet.

SP-Connect Halterung an Indian Scout

SP-Connect Halterung Inhalt

SP-Connect Halterung montiert

GIVI Halterung an Indian Scout

GIVI Halterung am Spiegel

GIVI Halterung mit Stecker

ZUMO XT an Indian Scout

ZUMO XT Halterung

ZUMO XT an Indian Scout montiert

Navigation

Jetzt geht's ans Eingemachte! Navigation mit dem Handy. Anfänglich habe ich es mit mit Google Maps getestet, um auszuprobieren, ob Sena und Huawei überhaupt ordentlich miteinander kommunizieren. Sie haben sich gleich von Beginn an ineinander verliebt und sind jetzt nur noch schwer zu trennen ;-) Heißt: Verbindung via Bluetooth hat einwandfrei funktioniert und hat sich seitdem auch nicht verändert. Never change a running system!

Google Maps

Google Maps kennt wohl jeder und hat so gut wie jeder Android Nutzer schon mal genutzt. Funktioniert einwandfrei, die Ansagen kommen zu 99,99% pünktlich, manchmal etwas verspätet, aber das kann man verschmerzen.

Navigation mittels Online-Karte. Man kann sich aber auch Karten für ein Zielgebiet herunterladen, so dass man offline navigieren kann.

Hat man einen Google Account, lassen sich die Touren am PC erstellen und schickt es dann auf's Handy.

Ich benutze Google Maps nur, wenn ich schnell von A nach B möchte und dabei den Verkehr (Staus, Sperrungen etc.) im Auge behalten will.

Fazit: Funktioniert einwandfrei.

Kurviger.de

Aber wir wollen ja nicht nur von A nach B fahren, es soll ja auch noch Spaß machen! Die Anforderungen an die Navigation mit dem Motorrad unterscheiden sich m. E. deutlich von denen des Autofahrens.

Deshalb habe ich mir mal die Kurviger.de App auf's Handy geladen. Leider konnte ich das Handy zu dem Zeitpunkt nicht davon überzeugen, die App ständig laufen zu lassen. Egal, welche Strom-Modi ich auch eingestellt habe: nach spätestens 10 Minuten ist die App geschlossen worden und ich war wieder im Blindflug unterwegs.

Das macht man ein paar Mal mit und beendet dann das Experiment. Soll aber nicht heißen, dass die App schlecht ist. Auf vielen anderen Mobiltelefonen läuft Kurviger.de. Ich habe seit Anfang 2019 das nicht weiter verfolgt und kann das somit nicht bewerten.

Calimoto

Diese App wurde ebenfalls speziell für Motorradfahrer entwickelt. Es gibt verschiedene Bezahlmodelle, mit denen jeder genügend Auswahl hat. Gute Apps dürfen schon etwas kosten, denn es stecken Menschen dahinter, die uns dieses Hilfsmittel programmieren und weiterentwickeln. Die sollen auch etwas dafür verdienen, sonst wäre es die Wohlfahrt. 

Ich habe mir einen Premium Account für 39,99 € im Jahr gegönnt. Dafür bekommt man zusätzlich zu den "normalen" Features:
  • Weltweite Karten
  • Gefahrenstellenwarner (z.B. Blitzer)
  • Schräglagenanalyse
  • Beschleunigungsanalyse
  • Routingprofil: super kurvig
Die App funktioniert unter Android auch Offline:

Android (Samsung, Huawei, etc.): Unter Android hast du Zugriff auf alle Offline-Features.

  • Touren länderübergreifend und mit allen Routingprofilen berechnen
  • Das Tracking nutzen
  • Unterwegs die Routen neu berechnen
  • POI suchen, anzeigen lassen und zur Tour hinzufügen
  • Adressen suchen & zur Tour hinzufügen
  • Dir gefährliche Zonen (z.B. Blitzer) anzeigen lassen. Bitte beachte, dass du beim App-Start kurzzeitig eine Internetverbindung benötigst, um die Daten der Gefahrenzonen zu aktualisieren. Solltest du also ein Smartphone ohne Sim-Karte nutzen, hast du nur Zugriff auf diese Live-Daten, wenn du dich für einen Moment in einen Hotspot einloggst.

Calimoto

Mit der App hat man einen Account, auf den man per PC oder Handy zugreifen kann. Alle geplanten und gefahrenen Touren (wenn man sie mittrackt) werden in der Coud gespeichert. So hat man jeder Zeit von jedem Ort der Erde auf jedem Gerät (sofern eine Internetverbindung besteht) Zugriff auf seine Touren und Tourenplanung.

Wie plane ich meine Touren?

Am meisten kommt bei mir der Rundtourplaner zum Einsatz. Dieser ist intuitiv und optisch super aufbereitet:

Calimoto Rundtour planen

Ein paar kleine Haken und Nasen in der generierten Strecke muss man ab und zu noch ausbessern, aber das ist schnell erledigt. So hat man in weniger als zwei Minuten eine Rundtour erstellt. Das Schöne daran: selbst vor der eigenen Haustür sind wir Touren gefahren, die wir so noch nie erlebt haben, mit riesen Spaß. Auch wenn man öfter in die gleiche Richtung fährt, Calimoto berechnet die Tour fast immer etwas anders.

Wenn man Strecken im eigenen Revier aus dem Kopf fährt, kommen doch häufig die gleichen Touren dabei raus. Das ist uns bisher mit Calimoto nicht passiert.

Die Ablesbarkeit des HUAWEI P20Pro ist auch bei Sonnenschein vollkommen in Ordnung. Ich muss in unübersichtlichen Situationen nur noch mal zur Bestätigung aus dem Augenwinkel draufschauen. Das reicht meist völlig aus.

Helligkeit Display

Calimoto & SP-Connect & HUAWEI P20PRO

Durch die Kameraaufnahme wirkt es etwas dunkel, was im realen Leben nicht der Fall ist. Wenn die Sonne mal ganz ungüstig von hinten drauf scheint, ist auch das hellste Display nicht lesbar, weil dann das Glas spiegelt. Ich denke, eine 100% Lösung wird es nie geben, außer vllt. Head Up Display, was ich irgendwie auch schon bei Autos nicht wirklich mag.

Das Handy mit SP-Connect könnt Ihr hier auch sehr schön sehen. Bisher hat sich an meinem mobilen Telefon nichts wegvibriert.

Ich habe jetzt häufiger gehört, dass beispielsweise am iPhone XI sich das Bildstabi nach wenigen Kilometern verabschiedet. Das kann ich von meinem HUAWEI nicht sagen. Die Kamera funktioniert immer noch einwandfrei, auch nach 15.000 Kilometern auf der SP-Connect Halterung.

Regenfahrt

Bei strömenden Regen war ich bisher in dieser Konstellation noch nicht unterwegs. Ich habe dafür noch eine SP-Connect Regenhülle. Dann muss ich allerdings auch die Stromversorgung via USB-Buchse kappen. Die Buchse ist nur wasserfest, wenn sie ihren Deckel aufhat. Man kann nicht alles haben, wenn man keine GS fährt ;-)

Calimoto reine Tourenplanung

So einfach, wie sich Rundtouren von jedem Standort aus planen lassen, ähnlich einfach ist auch die Planung einer manuellen Tour: Ziel entweder mittels Adresse eingeben oder dort hin scrollen, wo Ihr hin wollt, dort auf's Display tippen und schon fragt Euch Calimoto, ob Ihr diesen Punkt als Ziel, Via-Punkt, Startpunkt setzen soll, oder von hier aus eine Rundtour zu starten.

Touren planen am PC

Die Touren könnt ihr auch genauso gut am Rechner planen. Ist aber keine Voraussetzung. Wie erwähnt lässt sich mit dem Handy auch im Urlaub schnell und einfach eine Tour erstellen. Am PC könnt ihr aber Touren als GPX-Datei ex- oder importieren. Dem Austausch unter verschiedenen Navigations-Plattformen steht also nichts im Weg.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich am liebsten die Rundtour Funktion nutze und später noch zusätzliche Via-Punkt (Restaurants, Freunde besuchen ...) mit hinzufüge. Da bin ich etwas faul ;-)

Garmin ZUMO XT

Jetzt kommen wir zum Garmin ZUMO XT, ganz nigelnagel neu auf dem Markt und der Nachfolger des 595, das, wie Anfangs erwähnt, auf unserer Liste stand.

Garmin hat mir freundlicherweise von sich aus eines zur Verfügung gestellt. So ein teures Navi hat sicherlich viele Features, die mein Handy nicht kann, dachte ich mir. 499,- € ruft Garmin dafür im Shop auf.

Doch angesichts von Corona war im März und April wenig an Testfahrt zu denken. Also konnte ich mich ausgiebig mit den technischen Grundlagen dieses Geräts beschäftigen.

Nichts für digitale DAUs (Dümmste anzunehmende User)

Beim Start muss man sich in sein WLAN-Netzwerk einloggen, ein Userkonto bei GARMIN anlegen, das Headset (Sena) und sein Handy verbinden. Dann auf das Handy die GARMIN Drive App laden, denn sonst funktioniert das ZUMO XT nicht mit all seinen Features.

Hier kam bei mir schon ein leichter Hauch von Zweifel auf. Ich brauche das Handy, um alle Funktionen auf dem Navi zu nutzen?

Der Anbau ans Motorrad geht mit der mitgelieferten Halterung sehr zügig. Doch auch hier muss ich die Stromzufuhr mit meiner USB-Buchse bewältigen = Regenfahrten ohne Strom.

Das Display ist wirklich super hell. Ohne direkten Stromanschluss schlatet es allerdings nach einer gewissen Zeit in den Sparmodus und verdunkelt sich. Kann man zwar manuell ändern, doch dann ist die Akkuaufzeit natürlich um einiges geringer.

 

ZUMO XT Rundtour planen

Das Planen einer Rundtour, was mit Calimoto ein Kinderspiel ist, steckt beim ZUMO XT nicht in den Kinderschuhen, es krabbelt gerade mal:

Man kann wählen zwischen Streckenlänge ODER Fahrtdauer ODER mit 1 Zielpunkt.

Weder die Wahl der Himmelsrichtung noch weitere Via-Punkte sind auf der Strecke möglich. Sobald man auf der Rundstrecke mit einem Zielpunkt einen weiteren VIA-Punkt hinzufügen möchte, wird die Strecke verworfen und man muss eine "normale" Routenplanung beginnen.

Was die Wahl der Fahrtdauer für eine Rundtour bezwecken soll, hat sich mir überhaupt nicht erschlossen.

Alles in allem ist die Rundtour-Funktion, wenn man Calimoto gewohnt ist, eher ein "Me-too", um es auch anzubieten. Für mich ein klares Manko.

 

ZUMO XT Tour planen

Das Planen einer Tour, so wie ich es mit meinem Handy gewohnt bin, ist recht mühselig mit dem ZUMO XT. Gut, Adresse eingeben und los ist die leichteste Übung.

Will man aber, wie mit dem Handy, durch Verschieben der Karte und "touch" einen Punkt setzen, wird das zur Geduldsprobe. Beim einzoomen stellt sich der Zoom plötzlich wieder zurück, so dass man oft mit Reinzoomen beschäftigt ist.

Die Karte baut sich für meinen Geschmack recht langsam auf. Da hätte man doch etwas mehr Rechenleistung verbauen können. Für knapp 500 Teuros erwarte ich einfach mehr.

Also die Planung am Gerät selbst ist bei mir auch schon mal durchgefallen. Das Produktmanagement bei GARMIN meinte dazu:

 

Der Tourenplaner auf dem Gerät ist tatsächlich mehr als Extra für den Fall der Fälle gedacht. Für eine Tourenplanung empfiehlt sich die Verwendung entsprechender Anwendungen am PC, wie Basecamp, Explore, kurviger.de und andere. Die so erstellten Touren können dann einfach als GPX-Datei ans ZUMO XT übertragen und genutzt werden. Danke dennoch wir dein Feedback zur Anwendung: an diesen und anderen wird bereits gearbeitet und zu einer verbesserten Version beitragen.

John Doe

WTF? Ich habe im Urlaub keinen Laptop dabei. Und fünf Monate im Voraus plane ich meine Touren sicher nicht ...

Zudem muss ich mir entweder Bascamp auf meinem Rechner installieren oder ich nutze einen Cloud-Dienst wie kurviger.de oder Calimoto. Welchen Sinn macht das?

ZUMO XT "Features"

Kommen wir zu weiteren "Features" des Garmin ZUMO XT:

Es zeigt mir Campingplätze in der Nähe meines Wunschziels an. Mh, ich campe nicht.

Es hat Tripadvisor on Board. Nutzt das jemand? Ich habe die Booking.com App auf meinem Smartphone und buche darüber unterwegs die Pensionen und Hotels.

Es hat Foursquare on Board. Nutzt das jemand? Mit Google-Maps finde ich auch Restaurants, Hotels etc.

Dann das "Eagle-Eye": Damit kann man sich ein Stückchen Satellitenbild von Google offline abspeichern. Wozu?

Es hat also Dinge on Board, die beim Androiden sowieso schon von Onkel Google abgedeckt werden.

Die Sache mit dem Verkehr

Die anfangs erwähnte Verbindung mit dem Handy braucht man, damit man Verkehrsdaten live auf's Navi bekommt. Hilft aber nichts, da trotzdem Routen durch gesperrte Straßenabschnitte geplant werden. Also muss ich manuell nachhelfen. Macht für mich keinen Sinnn, dann eine Verbindung mit Live-Verkehrsdaten zu haben.

Hello? Can you hear me?

Mein Sena S20 Evo hat sich brav mit meinem Mobiltelefon via Bluetooth verbunden, ebenso nun mit dem ZUMO XT. Schalte ich mein Sena ein, erzählt es mir, dass es sich verbunden hat.

Tja, leider tut es das mit dem Garmin nicht. Mal geht's und mal nicht. Ich habe eine geschlagene Stunde damit verbracht, jegliches Anschalte-Szenario durchzuspielen:

Garmin an, Sena an, Handy Bluetooth an
Garmin aus, Sena an, Garmin an, Handy an
Handy aus, Sena aus, Garmin an, Handy an, Sena an
......

Es hat sich immer nur zufällig verbunden. Als Antwort auf diese Frage bekam ich vom Produktmanagement mitgeteilt, dass ich mich an den Support wenden soll. Ihre Verbindung mit dem Sena S20 Evo hat einwandfrei funktioniert.

Regenradar

Auch das Regenradar funktioniert nur, wenn es mit dem Smartphone gekoppelt ist. Aber das Wetter habe ich doch auch schon auf dem Handy, warum muss ich's dann noch mal auf dem Navi haben? Unterwegs sehe ich doch, wo die dunklen Wolken sind, dann halte ich kurz an und entscheide / plane um ...

Telefonieren, Musikhören, Push-Nachrichten, SOS

Alles das kann man auf dem Navi empfangen, wenn man es mit dem Handy verbindet. Mit dem Handy kann ich doch telefonieren und Musik hören. Und warum, in Gottesnamen, muss ich WhatsApp etc. Nachrichten auf meinem Navidisplay sehen wollen? Das lenkt doch ab! (Man kann diese Funktion abstellen ...)

Wo ist nun der große Vorteil eines Motorrad-Navigationssystems?

Ich sehe nur einen: Es ist witterungsbeständiger (besonders, wenn man es ans Bordnetz anschließt und ein Windshield hat) als mein IP67 Handy. Das ZUMO XT hat IP X7.

Wenn ich für alle "Zusatzfeatures" entweder einen PC oder ein Smartphone brauche, die Software nicht an die gängigen Motorrad-Navi-Apps herankommen, dann sind 499,- € in meinen Augen für ein Gerät, zusätzlich zum Handy, einfach zu viel.

Wer irgendwo weite Touren durch die Welt plant, abseits jeglicher befestigter Straßen, ist sicherlich mit so einem Gerät besser bedient, als nur mit einem Handy.

Dem Durchschnittsmotorradfahrer reicht m.E. ein gutes IP67 Smartphone samt Halterung, mit einer Motorrad-Navi-App.

Fazit - Calimoto vs. ZUMO XT

AnforderungCalimotoZUMO XT
Schnelle Navigation von A nach B, möglichst unter Vermeidung von Autobahnen
Rundtouren von jedem beliebigen Standort aus
Auswahl der Streckenlänge
Auswahl der Himmelsrichtung--
Wahl der Kurvigkeit--
einfache, manuelle Bearbeitung am Handy der Strecke und Einfügen von weiteren VIA-Punkten--
Wetterfest bedingt
gute, einfache Anbringung an meine Scout und die XJRbedingt
zuverlässiges Pairing meines SENA 20S Evo--

Ich habe an dieser Stelle den Test abgebrochen und das ZUMO XT zurückgeschickt, da auch noch ein paar andere Dinge auftauchten, für die mir meine Nerven zu schade waren. Ein technisches Gerät soll mir gewisse Dinge vereinfachen und nicht noch komplizierter machen.